Eckdaten auf einen Blick Ankündigung: 9. März 2026 Verfügbarkeit: Research Preview (begrenzt), Frontier-Programm ab Ende März 2026 Voraussetzung: Microsoft 365 Copilot-Lizenz Quelle: Microsoft Blog

Microsoft hat gestern Copilot Cowork angekündigt. Die Idee dahinter ist einfach: Copilot soll nicht mehr nur Fragen beantworten, sondern Arbeit erledigen.

Was Cowork anders macht

Bisher gibt man Copilot einen Prompt und bekommt einen Entwurf oder eine Antwort zurück. Cowork geht einen Schritt weiter. Man beschreibt das gewünschte Ergebnis und Cowork erstellt daraus einen Plan, der im Hintergrund läuft.

Grundlage ist das sogenannte Work IQ, ein Modell, das Signale aus Outlook, Teams, Excel und dem Rest von Microsoft 365 zusammenführt. So arbeitet Cowork mit demselben Kontext, den man selbst in den Job mitbringt.

Copilot Work IQ Architektur

Wichtig: Man gibt nicht die Kontrolle ab. An definierten Checkpoints kann man den Fortschritt prüfen, Änderungen vornehmen oder die Ausführung stoppen. Cowork fragt nach, wenn etwas unklar ist, und schlägt Änderungen vor, bevor er sie umsetzt.

 

Drei Anwendungsfälle aus der Ankündigung

Microsoft zeigt drei konkrete Szenarien, ebenfalls mit Demo-Videos:

Kalender aufräumen. Cowork analysiert den Outlook-Kalender, schlägt Konflikte und Fokuslücken vor, und setzt genehmigte Änderungen direkt um. Meetings werden verschoben, Fokusblöcke angelegt.

Launch-Plan erstellen. Cowork baut Wettbewerbsvergleiche, Value-Proposition-Dokumente und Pitch-Decks, koordiniert Aufgaben und setzt daraus einen Aktionsplan zusammen.

Unternehmensrecherche. Cowork durchsucht Web und Arbeitsumgebung, sammelt Geschäftsberichte, SEC-Filings und Analysen, und liefert ein strukturiertes Ergebnis mit Quellenangaben, Executive Summary und Excel-Auswertung.

Was mich dabei interessiert

Das Prinzip kennen wir aus dem Agenten-Bereich schon. Was Microsoft hier macht, ist es in den Mainstream-Workflow von M365 zu integrieren, ohne dass man technisches Wissen über Agenten oder Copilot Studio braucht. Das ist der eigentliche Schritt.

Interessant ist auch die Erwähnung von Anthropic. Microsoft arbeitet für Cowork mit Claude zusammen und nutzt damit einen externen Anbieter im Hintergrund. Der Ansatz, das beste Modell für die Aufgabe zu nehmen, unabhängig vom Hersteller, wird klarer kommuniziert als bisher.

Wer Claude privat schon ausgiebig getestet hat, wird übrigens nicht überrascht sein. Die Arbeitsweise von Cowork, Aufgaben delegieren, im Hintergrund ausführen lassen, mit Checkpoints eingreifen, ist dort bereits vertraut. So gesehen ist Cowork keine neue Idee, sondern eine, die jetzt im Unternehmenskontext von Microsoft 365 landet.

 

Quellen